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Reiseblog - Mit dem Wohnmobil durch Europa

Mit dem Wohnmobil von Trondheim über die Atlantik Strasse

Montag morgen mit dem Wohnmobil auf nach Trondheim. Aber zuerst mal mit den Hunden raus und dann paar Probleme bei einem Kunden lösen. Nachdem alles erledigt war ging es auch schon los.

Ich habe mir einen Parkplatz etwas ausserhalb gesucht, da mein Auto ja etwas größer ist. Es war dann ca 1 km in die Stadt. Trondheim ist eine Küstenstadt am Trondheimer Fjord, wer hätt’s gedacht. Die Stadt ist sehr groß und es dauerte ein wenig bis ich mich zurecht gefunden hatte. Die Altstadt liegt direkt am Fjord und ist von Wasser umgeben.

Es gibt viele Radfahrer was Piri natürlich nicht unbedingt gefällt. aber es wird schon besser und sie sieht diese nicht mehr durchgehend als Todfeinde an. Ich bin einmal um die Altstadt rum gelaufen und dann nochmal mitten rein. Es war erstaunlich wenig los, wobei die Stadt wirklich groß ist. Die Kathedrale mitten in der Stadt hat eine sehr schön verzierte Wand mit einer Rose in der Mitte. Errichtet wurde diese im 11. Jahrhundert, darum liegt ein Stadtfriedhof. Hier die Gräber gehen Jahrhunderte zurück.

Nach der Stadtbesichtigung bin ich noch hoch zum Schloß gelaufen. Viel ist hier nicht mehr übrig, ein großes Haus in der Mitte mit kleinen Fenstern um wahrscheinlich raus zu schießen und zu verteidigen. Rund her rum stehen Kanonen aus dem Mittelalter, an einer Stelle stehen aber neuere Kanonen aus dem 2. Weltkrieg. Das habe ich in Norwegen gerade oben im Norden schon oft gesehen, diese alten Militärstellungen.

Nach Trondheim ging es dann weiter auf Platzsuche. Ich suchte mir einen Platz in der Natur raus. hier musste ich tief in den Wald fahren und überall standen Kühe rum. Zähne werden hier überbewertet. der Platz war ok und ich hab die Hunde mal raus gelassen. als ich das Wohnmobil ausrichten wollte sind die Hunde durchgedreht, es kamen dann halt mal paar Kühe aus dem Wald gestiefelt. Natürlich haben die Hunde auf die Kühe garkeinen Eindruck gemacht, die haben nur geguckt was ich da mache. Aber das wäre nicht gerade ruhig geworden mit Kühen um das Wohnmobil und den Hunden. So bin ich noch ein Stück gefahren.

Das Navi zeigte mir den Weg zum nachten Platz. Der Weg kam mit zwar etwas komisch vor aber gut ich fuhr mal weiter rein in den Wald. Es ist ja Regen gemeldet und es war wohl auch besser den Platz wieder verlassen zu haben. Jedenfalls ging es weiter auf dem Feldweg und auf einmal kam ein Traktor entgegen. Zum Glück machte er Platz und winkte freundlich. Er lächelte und ich sah dann auch warum. Ich stand in seinem Hof. Dahinter ging es dann weiter und dann sah ich aber einen Graben, mit einem Traktor kein Problem, aber ich würde da nie durchkommen. Also dreht ich um, winkte dem Bauern auch freundlich und zog von Tannen.

Mit einem kleinen Umweg kam ich dann zu den anderen Platz. der lag aber direkt an einer Strasse und hier möchte ich nicht bleiben. da aber der Tag recht anstrengend war und ich kurz vorher einen Feldweg sah. Habe ich auf der Kartenapp nachgeschaut und gesehen das der Weg nicht zu Häusern führt.

Also bin ich mal reingefahren. Der Weg wurde richtig steil, also anhalten könnt eich nicht, die Räder drehten eh schon ab und an durch, wegen dem Hecküberhang. Aber mit ein wenig orgeln kam ich dann hoch. Hier gab es eine Abzweigung wo ich erstmal parkte und mich umschaute. Der Weg endete hier an einem Platz, perfekt für mich. Dann noch ein Stück mit den Hunden laufen und den Tag beendet. Zu essen gab es ja wieder mal was landestypisches, ich war beim Burger King.

Natürlich unterwegs in Norwegen

Wie erwähnt kämpfte ich mich ja durch den Wald zu meinem Platz. Dieser ist recht abgelegen aber einfach schön. Es gibt gutes Internet und man kann mit den Hunden schön laufen. Da das Wetter die nächsten Tage recht schlecht gemeldet ist und ich einiges abzuarbeiten habe, werde ich noch einen Tag hier bleiben. So konnte ich auch mal meine neue Regenjacke testen, denn zu warten bis der Regen aufhört macht keinen Sinn. Die Hunden müssen ja eh raus und so sind wir mal durch den Regen gestapft.

Der Platz war schön abgelegen und ich hatte hier 2 ruhige Nächte. Da ich am Donnertag ein Meeting habe bin ich Mittwochs weiter gefahren. es soll ja noch mit dem Wohnmobil über die Atlantic Road gehen und dorthin ist es ja noch ein Stück. Also alles sauber machen lüften und zusammen packen. Lüften zur Zeit sehr wichtig, nein nicht weil es stinkt, sondern weil ich die Heizung an habe und sich Kondenswasser bildet. die Feuchtigkeit muss natürlich wieder raus. Piri hat dann die Chance genutzt und ist stiften gegangen.

Als ich fertig war sah ich auf dem GPS das sie weit weg war. Diesmal wollte ich sie schocken und bin losgefahren. Dachte das sie mal nen Schock bekommen soll wenn sie zurück kommt und keiner da ist. Ich hätte mich dann dort versteckt und sie gerufen. Aber sie ist immer weiter weg. Also bin ich unten an der Strasse auf einen Parkplatz gefahren, oder eher eine Haltebucht und bin in den Wald gestiefelt. Puh es ging wirklich über Felsen, durch Sumpf und Wiesen. Nach einer guten halben Stunde über Stock und Stein ist sie gleich gekommen als ich sie gerufen habe. Dann ab an die Leine und zurück.

Übernachtet am gruseligen Ort – das Wohnmobil an der Geisterbahn

Den Platz habe ich bei P4N gefunden und in den Bewertungen steht das einige weiter gefahren sind weil er so gruselig ist. Nun das musste ich mir anschauen. Der Ort hat schon ein gewisses Potenzial dazu, gerade Abends wenn es dunkel wird. Leider ist das Wetter nicht so schön und draussen sitzen ist eher nicht angesagt, so blieben wir im Wohnmobil. Es ist ein alter Stollen der verschlossen ist. Daneben ist ein Fenster wo man in einen Aufenthaltsraum schauen kann. Darin ist eine kleine Küche und Tisch und Stühle. An einer Wand hängt eine Schalttafel mit Schaltern und Lichtern. Diese sind auch angeschaltet. Laut Schilder wird der Stollen wohl als Lager genutzt.

Hier war Piri wieder mal etwas länger unterwegs und ich musste sie wieder holen. Da muss ich mir dringend was einfallen lassen. Ansonsten war es ein sehr ruhiger Ort, es kam weder Frankensteins Monster noch andere Gesellen. Auch haben wir noch einen schönen Lauf gemacht, der Wanderweg der hier los geht war eher eine Kletterpartie, wir haben es versucht, aber ich sah dann das es Colin zu schwer fällt und wir sind dann runter zum Meer gelaufen. Hier musste man recht lang der Strasse folgen bis man an Wege kommt wo es zum Meer geht. Aber es fahren nicht viele Autos und somit war es ok.

Die Fahrt über die Atlantic Road

Das Wetter spielt nicht mehr mit und es regnet nun unaufhörlich. So entschloss ich mich heute schon über die Atlantic Road zu fahren. Ich hoffte ja die Wellen zu sehen wie sie über die Strasse schlagen. So packte ich meine 7 Sachen und die 2 Verrecker und wir düsten mit dem Wohnmobil wieder los.

Die Fahrt dorthin war recht unspektakulär, wir hielten unterwegs noch an einem Wanderparkplatz, ich musste ja die Hunde noch etwas auspowern, mich natürlich auch. So sind wird noch gut 1 Stunde gewandert und sahen dementsprechend aus, denn es regnet unaufhörlich, zum Glück nur wenig.

Dann kam endlich die Atlantik Strasse, am ersten Parkplatz bin ich mal ran gefahren, hier war es noch unspektakulär. ein Stück weiter gibt es einen Parkplatz an dem man um den Felsen einmal rum laufen kann. Es sind ca 550 Meter und ist wirklich beeindruckend. Das Wetter war super, also für diesen Teil der Strecke, denn es war sehr stürmisch und die Wellen schlugen an die Brandung.

Von hier hatte man auch eine sehr schöne Aussicht auf die Atlantik Brücke. Über diese fuhr ich nach dem Spaziergang. Die Hunde waren aber im Wohnmobil, da der Weg mit Gitterplatten war und recht eng. Wahrscheinlich wäre zumindest Piri weggeflogen bei dem Sturm.

Beim überfahren der Brücke sah man das unten die Wellen über die Strasse schlugen, leider war das in so langen Abständen das ich es nicht fotografieren konnte, auch habe ich leider keine erwischt. Bin sogar zweimal drüber gefahren, aber hatte kein Glück. Trotzdem war alles sehr beeindruckend. Dann ging es weiter und ich machte noch an einem Supermarkt halt. Brauche wieder Obst und noch paar Sachen. Hier konnte ich auch gleich meinen Wassertank füllen.

Ab ins Tal zu den Schafen

Dann suchte ich wieder einen Schlafplatz im Grünen. Ich fand einen Wanderparkplatz nach einem kleinen Dorf. Es ging weit runter ins Tal, es regnete stark und ich blieb hier. Es war ein toller Platz mit einer Bank und Tisch, nur war an draußen sitzen nicht zu denken. So ging ich noch kurz mit den Hunden raus und lies den Abend ausklingen.

Am nächsten Tag war wieder komplett Regen gemeldet, so kümmerte ich mich früh um ein paar Sachen der Arbeit und gegen Mittag hat es etwas weniger geregnet, dann bin ich mal den Wanderweg hoch gelaufen. Durch den Regen ist der Weg zu einem Bach geworden und der Weg wurde immer erschwerlicher. Der Regen nahm auch wieder zu, so habe ich umgedreht. Bis wir am Wohnmobil waren, hatte ich 2 komplett nasse Hunde und ich war auch gut durchnässt. Die Outdoorklamotten haben viel ausgemacht, aber der Regen war sehr stark.

Am Wohnmobil angekommen kam ein Mädel vorbei und sagt das die Hunde angeleint bleiben sollen, ich sagte ihr das ich sie ins Wohnmobil tue. Denn hier kommt gleich ein Schafabtrieb vorbei. Sie haben die Schafe vom Berg geholt. So packte ich mal meine Sachen zusammen, da mir der Platz etwas zu kritisch war. Nicht wegen den Schafen, sondern der Bach direkt daneben wurde zum reißenden Fluß. Hier dachte ich das es besser ist einen Platz uzt suchen der etwas oberhalb liegt.

Aber den Platz den ich mir raussuchte war nicht anfahrbar. Der erste Weg war ein Schotterweg der steil hinauf ging. Nach ca 1 km kam ich nicht mehr weiter, es war kurz vor der Kuppe, aber ich blieb stehen. Es war ein sehr enger Weg und ich musste rückwärts wieder runter. Super, bei strömenden Regen rückwärts auf einem engen Weg. Die Spiegel haben noch Umrisse gezeigt und die Kamera war etwas verregnet. Aber es hat geklappt.

Danach war noch ein Weg der auch zu dem Platz führte, hier kam ich hoch. Der Platz war jedoch mit weichen Schotter gefüllt und nicht für mich geeignet. Beim wenden bin ich noch mit dem Hinterrad des Wohnmobils in ein Loch gefahren und hätte mich fast festgefahren. Bin aber mit leichten hin und her wieder rausgekommen. Bei dem Regen wollte ich auch nicht unbedingt raus.

Dann bin ich weitere Plätze abgefahren bis ich einen direkt am Fjord gefunden habe. Der liegt an einer alten nicht mehr befahrenen Strasse neben einem Tunnel. Die Strasse ist schon recht zugewachsen und hat einige Buchten zum stehen. Aber es regnet unaufhörlich, sonst könnte man hier super die Aussicht auf den Fjord und die gegenüberliegenden Berge genießen.

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