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Reiseblog - Mit dem Wohnmobil durch Europa

Norwegen – Natur soweit das Auge reicht

Der Platz in Norwegen der Polarlichter war wirklich toll. Nicht so einsam wie zuerst gedacht, als alle abgereist waren kamen einige Norweger zum baden. War auch eine schöne Bucht. Allerdings war ich mit Pullover draußen und die Kinder sind mit Badehose rumgesprungen. Wobei ich auch nicht unbedingt verfroren bin.

Gegen Nachmittag kamen noch einige Camper und ich hatte noch ein paar schöne Gespräche. Am Dienstag nach einer ausgiebigen Wanderung bin ich dann auch weiter gefahren. Ich musste mir langsam eine Gastankstelle suchen und wieder einkaufen gehen.

Zeit für Meer

Wer hätte es gedacht, ich fahre Fähre. Bin dann auch mal gespannt was die ganzen Fähren kosten, wobei es immer noch billiger ist als außen rum zu fahren. Ich habe mir einen Platz rausgesucht auf einer Insel, wo sonst. Direkt an einem Fjord. Die Fahrt dorthin war super schön. Es geht durch kleine Dörfchen und dann weit rein ins nichts. Dort stehen ein paar Ferienhäuser, aber diese sind leer. Die Saison ist ja rum, somit bin ich allein auf weiter Flur.

Vorher war ich noch in Rørvik zum einkaufen. Da ja alle Reserven aufgebraucht waren mussten die Lager wieder aufgefüllt werden. Leider hatte die Vinmonopolet Montag zu, so konnte ich nur das Bier auffüllen. Aber das sollte ja reichen. Der Alkoholkonsum hat sich ja drastisch minimiert in Norwegen.

Dort gab es auch eine Gastankstelle für LPG, ich hatte noch etwas Gas vorrätig aber wollte trotzdem voll tanken, man weiß nie was ist. Leider hatte diese zu und das Kartenterminal ging nicht. So bin ich dann weiter zu meinem Platz gefahren.

Wandern, Essen und genießen in Norwegen mit Thüringer Bratwurst

Zuerst habe ich mit den Hunden natürlich etwas die Gegend erkundet. Ausgiebig wandern mit den Hunden war ich aber erst am zweiten Tag, denn bei der Ankunft war es schon recht spät, dann wurde nur noch das Essen gemacht und dann ein Film geschaut. Habe ja zu meinem Premium Vertrag bei der Telekom noch Disney + für 12 Monate bekommen. Bei den Internetgeschwindigkeiten ausserhalb von Deutschland kann man ja ohne Probleme streamen, auch mitten in der Natur am Fjord.

So ging der Tag hier auch recht schnell vorbei, wir waren wandern und ich habe gearbeitet, die Hunde liegen faul in der Sonne. Hätten ja mal Holz sammeln können für abends, aber nein das muss ich auch wieder machen. Bei der Nachmittagswanderung habe ich dann einen Elch gesehen, der war so nah, leider konnte ich kein Foto machen, bis ich das Handy raus hatte haben die Hunde ihn verscheucht. Wollte dann noch hinterher, aber mit 2 Hunden die sich in der Leine verfangen hatten, keine Chance. Aber es war ein schöner Anblick. Nun habe ich alles gesehen was in Skandinavien zu sehen ist.

Gegen Abend dann mal das Feuer entzünden und mich um das Essen kümmern. Ich habe noch aus Thüringen Original Thüringer Bratwürste, die waren eingefroren und kamen heute in Norwegen auf den Grill. Ich glaube die Hunde haben sich auch erinnert wie die schmecken, denn die haben die Bratwürste nicht aus den Augen gelassen. War mir nicht ganz sicher ob ich beruhig rein ins Wohnmobil kann um den Rest zu holen. Aber es waren noch alle da, also die Würste. Dann noch mit einem oder zwei Bier den Abend ausklingen lassen.

Hier war ich nun ein paar Tage, konnte einiges abarbeiten und die Gegend erkunden. Da mir nun aber das Gas langsam knapp wird musste ich weiter. Das Gas ist schon auf Reserve gelaufen und die Nächte hier sind recht frisch. So mache ich die Heizung immer Abends an und früh kurz vor dem aufstehen.

Weiter mit der Fähre – ab in den einsamen Wald

Also alles zusammen packen und los geht es zur Tankstelle. Hier fragte ich wie das mit dem Bezahlen ist, da die Zapfsäule bei einer Werkstatt war, aber das LPG Gas gehörte zu einer Tankstelle weiter unten. Es kam gleich jemand, er sprach mich gleich auf deutsch an, war super bisschen mit ihm zu reden. Es tanke voll bei mir und so waren die warmen Abende wieder gesichert. Dann noch ab in die Vinmonopolet und 2 Flaschen italienischen Rotwein holen und noch etwas Obst und Gemüse.

Die Fahrt ging gut 2 Stunden mit inklusive Fähre, ja in Norwegen kommt man nicht so schnell voran. Der erste Platz den ich raussuchte war wieder direkt am Meer in Norwegen, aber ersten war er besetzt und auch direkt an der Strasse. Das mag ich nicht, es fahren zwar kaum Autos auf den Nebenstrassen, aber mit den Hunden zu laufen ist dann immer etwas schwierig.

So ging es noch ein Stück weiter, diesmal ein Platz mit P4N und in der Bewertung stand das Allrad benötigt wird. Also das ist mein Zeichnen und ab in den Wald. Gut der Platz wäre wirklich nur mit Allrad gewesen, manchmal frage ich mich aber wie man solche Plätze angeben kann. Es war ein Sandplatz direkt am Feldweg. Aber egal hier einfach mal weiter in den Wald gefahren und siehe da ein Schönen Platz gefunden.

Der Internetempfang hier war ok und ich ging erstmal mit den Hunden laufen, die mussten sich mal bewegen und ich natürlich auch. Mit Apple Karten habe ich den Feldweg abgesucht ob irgendwo noch ein Platz wäre, dann sind wir dorthin gelaufen. Ja der Platz war wirklich schöner und noch abgelegener. So habe ich nochmal umgeparkt und bin noch 2 km in den Wald gefahren. Der Weg endet hier und es ist ein kleiner Platz wohl vom Holz machen noch. Denn hier ist einiges abgeholzt und verwuchert. Aber perfekt für mich. Auch habe ich an dieser Lichtung einfach mehr Sonne. Das Wetter spielt ja in den letzten Tagen einfach perfekt mit.

Mit den Hunden habe ich ein große Wanderung gemacht, wir waren 9 km unterwegs, für Colin eine große Strecke, aber er hält gut mit, man kann ja vor dem jungen Mädel keine Schwäche zeigen. Auf dem Weg fanden wir Spuren von Elchen und ich weiß0 nicht von was noch. Es sah auch wie Hundespuren aber verdammt groß, vielleicht sagen sich hier nicht Fuchs und Hase Gute Nacht, sondern Wolf und Elch. Auf dem Bild sieht man den Vergleich zu meiner Hand, diese ist ja nicht gerade klein. Die Wanderung führte uns vom Wald zu einem Fjord, dort standen Ferienhäuser. Hier Urlaub machen ist bestimmt auch schön.

Bei der Wanderung habe ich gesehen das ein Bauer mit Traktor den Weg begradigt. Er zieht ein Gestell hinter sich her. Als ich am Wohnmobil war kam er wieder und hat sich etwas in seinem Gefährt aufgeregt das ich da stehe. Er konnte nicht ordentlich wenden und musste einmal mehr zurücksetzen. Es kamen dann noch Wanderer mit denen ich ein kleines Schwätzchen hielt, sie sagten es ist kein Problem hier zu stehen, nur in 2 Wochen gibt es da eine Jagt. Trotzdem wollte ich nicht den Unmut des Bauern auf mich ziehen und bin nochmal weiter gefahren.

Also gut dann muss es doch wieder etwas Meer sein

Nachdem ich die Flucht angetreten habe, wollt eich aber nicht weit fahren. Ich suchte mir einen Platz an einem Fjord raus. Auf dem Weg dorthin gab es noch einen See, dort hin führte ein Feldweg. Aber dann ging es über eine Brücke der ich nicht so vertraute und drehte um. Ich übersah einen Stein und hab mit in die Stoßstange einen kleinen Riss reingefahren. Da ich mir ja schon mal ein Loch in die Heckwand gefahren hatte und genau diese Stoßstange erneuert wurde ist das nun ärgerlich. Aber zumindest weiß ich nun wie das geht.

Weiter zum Platz der Wahl. Ein alter Fährhafen in Norwegen der mit dem Wohnmobil etwas schwer zu erreich ist. Der Weg ist gut zugewachsen. Aber es war machbar. Der Platz ist super, zwar liegt ein Campingplatz in der Nähe aber dieser ist weit genug entfernt. Bist ich das Wohnmobil ausgerichtet hatte dauerte etwas. Dafür stehe ich super direkt am Fjord. Mit den Hunden musste ich nun nicht mehr gehen, haben ja schon eine große Wanderung gemacht.

So machte ich mich an die Einrichtung, also Stuhl und Tisch raus, Essen machen und Flasche Wein öffnen. Die Hunde haben hier einen Knochen gefunden, diesen haben die 2 dann abwechselnd bearbeitet. Dann kam ein Auto wohl von der Stadt hier, er grüßte freundlich und Daumen hoch und ist weiter gefahren. Ich habe dann gegessen und das Feuer entzündet. Es wird recht schnell kalt abends in Norwegen. So ging der Abend dann zu Ende.

Stadt erkunden

Samstag durch die Stadt, macht man ja nicht so gerne. Aber hier ist es ja keine Stadt, ich war mit den Hunden laufen. Zuerst über Wiesen und dann mal in die Stadt. Beim rauslaufen von dem Platz, die Einfahrt war ja recht zugewachsen, habe ich gesehen das der Weg ausgedünnt wurde. Wohl hat der Mann die Ausfahrt bearbeitet und einige Äste und Sträucher entfernt. Jetzt weiß ich nicht ob es deswegen war das ich besser raus kann, oder ob das ab und an mal gemacht wird. Mich hat es gefreut.

Ich bin dann mit den Hunden eine längere Strecke gelaufen, erst über Wiesen und dann mal weiter durch das kleine Städtchen Osen. Die Häuser hier oben sind einfach schön. Es war eine nette Wanderung. Dann gab es erstmal Frühstück. Heute ohne Bild, jeder weiß ja wie ein Frühstück aussieht. Dann muss ich erstmal Holz machen für Abends.

Auf nach Trondheim

Sonntag ist Aufbruchstimmung. Es kommen nun einige Angler und Spaziergänger so bin ich noch eine Runde mit den Hunden gelaufen und habe meine sieben Sachen gepackt. In Norwegen wird überall geangelt. Auf dem Weg nach Trondheim habe ich in einem Naturpark nochmal angehalten und eine Wanderung gemacht. Sind nochmal gut 5 km gelaufen. Da Colin unbedingt noch eine Abkürzung nehmen musste, ist er im Sumpf versunken. Zum Glück selber wieder rausgekommen sonst hätten wir beide so ausgeschaut.

Auf dem Weg zurück kam noch ein Bach, hier habe ich das meiste wieder abwaschen können. Dann ging es direkt zur Fähre und rüber nach Trondheim. Hier habe ich in einem Skigebiet ein Parkplatz für mich beansprucht. Bin ja erst Abends gekommen, wo die meisten Wanderer wieder wegfahren. So störe ich niemanden und kann morgen entspannt nach Trondheim fahren.

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