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Reiseblog - Mit dem Wohnmobil durch Europa

Skandinavien – Die Richtung stimmt

Skandinavien mit dem Wohnmobil fängt schon mal gut an. Erstmal raus aus Deutschland, doch nicht wie geplant über den Landweg. Viel Freistehen in der Natur, überall nette Leute. Von Fährfahrten zu übernachten im Hafen bis hin zu Waldspziergängen und kleinen Horrorgeschichten. Schweden ist ein tolles Land und ich freue mich schon auf mehr.

Von Berlin weiter Richtung Schweden

Es ist ja Pfingsten, somit wurde der Plan geändert. Nach Berlin habe ich noch gut Strecke gemacht und bin bis Mölln gefahren, dort habe ich einen tollen Platz im Grünen gefunden. Nach einem aus giebigen Spaziergang mit den Hunden gab es was zu essen.

Da wir ja noch in Deutschlands bestem Netz waren konnte ich weder Streamen noch Surfen. Aber nach dem wir auch den ganzen Tag gefahren sind war ein gutes Buch zum ausklingen lassen auch recht.

Morgens ging es weiter nach Grömitz hier verbringe ich einen Tag wiedermal auf einem Stellplatz. Das Wasser wird knapp und es gibt auch nicht allzu viele Plätze an der Ostsee zum Freistehen. Aber ein kleiner Bauernhof ist fast genau so schön. Ich stehe her direkt neben einem Teich auf der Wiese in einem kleinen Dorf Names Cismar. So bringe ich den Feiertag gut rum. Auch hier ist der Empfang sehr schlecht aber zum Glück ist ja Feiertag und die Arbeit bleibt überschaubar.

Einkaufen vor Skandinavien und dann Richtung Fähre

Geplant war heute mal schnell einkaufen gehen. Ha, weit gefehlt. In Grömitz wollte ich zum Fressnapf und noch 2 Leinen kaufen, da mit 2 Hunden in der Stadt die Flexleine nicht gerade der Burner ist. Also hinfahren und Parkplatz suchen. War nicht so einfach. Der Fressnapf war direkt Inder Bummelzone ohne Parkplatz. Mit dem Wohnmobil einfach mal schnell anhalten ging auch nicht. Also den großen Parkplatz genommen und 1 km hin gelaufen. Ja 1 km ist ja nicht weit, aber zurück musste ich ja auch wieder. Ihr versteht, DOPPELT.

Als dies erledigt war wollte ich noch zum Aldi und Edeka. Es müssen ja Bier, Rum und Gin Vorräte aufgefüllt werden. In Grömitz war ein Aldi und Rewe daneben. Perfekt dachte ich noch schnell Payback Punkte sammeln. Aber der Parkplatz war so klein da hatte ich keine Chance. So bin ich weiter nach Grube gefahren. Die Strassen werden hier immer enger. Dafür aber dann der Parkplatz größer.

Es war brechend voll im Aldi und Edeka. Dort war der Edeka daneben. Den Kühlschrank und Gefrierschrank voll gestopft bis oben hin. Der der Norden ist teuer. Im Edeka gab es weder Bier noch Wild Berry für den Gin. Blöde Sache. Da ich aber noch zum DM musste meinen Badschrank auffüllen, ging ich dort nochmal zu einem Edeka. Hier gab es dann alles und noch mehr. Der schnelle Einkauf hat sich somit ziemlich den ganzen Tag hingezogen.

Da war das Tanken und auch Gas tanken ein Kinderspiel. Als alles fertig war musste ich dann erstmal frühstücken. Es hatte zwar schon 15.30 Uhr geschlagen. Aber das erste Essen ist ja immer das Frühstück. Dafür habe ich mir einen tollen Platz direkt im Grünen gesucht. Dort habe ich dann noch gearbeitet, da ausnahmsweise eine schnell Verbindung verfügbar war.

Alles erledigt auch noch schnell online bei der Fähre eingecheckt und dann ging es weiter zum Fährhafen. Hier ist ein Parkplatz direkt daneben. Man kann auch hier übernachten. Da mache ich natürlich bevor ich morgen im Stau stehe. Auf dem Deich bin ich noch mit den Hunden spazieren gegangen und habe die Fähren beobachtet. Kennt ihr das wenn man wieder zum Meer fährt und der Geruch des Meeres in die Nase steigt. Echt toll. habe zwar erstmal geschaut ob mein Hosenstall offen ist, aber alles gut, es war dann doch die Ostsee.

Mit der Fähre nach Dänemark im Wohnmobil

Nach dem aufstehen und Kaffee trinken traf ich noch 2 Wohnmobilisten und wir hatten einen netten Plausch. Wir sind durch die Hunde ins Gespräch gekommen. Weil Colin und Piri miteinander spielten. Hier noch ein paar Tipps abgeholt für Skandinavien. Dann sind wir noch ausgiebig am Strand spazieren gewesen.

Alles erledigt und Abfahrt zur Fähre. Die Anfahrt war ja nicht mehr weit ich hab ja nebenan geschlafen. Das Ticket war ja gebucht und es lief alles problemlos. Drin im dicken Bauch der Fähre das Wohnmobil abgestellt und die Hunde drin gelassen. Die Überfahrt daurert ja nur 45 Minuten und da ist es kein Problem. Wer Colin kennt wäre die Fähre an Deck viel stressiger gewesen.

Ich bin dann man Deck und habe mir die Fähre angeschaut. Ganz schön dicker Kahn gewesen. Also Schiff nicht der komische Torhüter mit Sprachfehler. Natürlich bin ich gleich mal in den Duttyfree Shop gegangen. Aber die Preise waren ja nicht gerade Discount. Zum Glück bin ich ja erstmal versorgt.

Die Überfahrt war angenehm und bei dem riesen Schiff kaum zu spüren das man auf See war. Die 45 Minuten gingen schnell vorbei. 3 ältere Damen fragten ob ich Deutsch spreche, gut ein bisschen kann ich es ja und antwortete dementsprechend. Nach dem sich herausstellt das mein Deutsch doch gut für eine Unterhaltung taugte und das Foto der 3 gemacht war feixten wir noch etwas. Dann war die Fahrt auch schnell vorbei und husch ab ins Wohnmobil.

Angekommen in Dänemark

Geplant war gleich weiter zu fahren nach Schweden. Aber ich hatte weder gefrühstückt noch war ich auf der Flucht. Auch musste ich noch etwas arbeiten. So habe ich mir einen Platz an der Marina in Nysted gesucht und bin erstmal mit den Hunden gelaufen und es mir dann gemütlich gemacht. Ein ausgiebiges Frühstück mit Ei und Fisch (aus der Dose) gemacht, denn wenn ich den selber gefangen hätte wäre es wohl nur beim Ei geblieben.

Das Dorf hier ist sehr schön und freundlich. Alle Grüßen und winken hier. Kaum raus aus Deutschland schon sind alle entspannt. Sogar aus dem Garten im vorbeifahren wurde gewunken. Da war ich froh das ich doch noch geblieben bin.

Abends haben wir dann noch einen Spaziergang gemacht und das Dorf mal etwas genauer angeschaut. Überall kleine Häuschen und Strassen. Am Wohnmobil angekommen dann noch einen wunderbaren Sonnenuntergang angesehen.

Mit dem Wohnmobil über die Öresundbrücke nach Schweden

Aufgewacht und Regen. Naja was soll’s, wir wollten ja eh weiter. Dann rauf auf die Autobahn und weiter Richtung Schweden. Gut Kopenhagen mit dem Wohnmobil möchte ich nicht unbedingt machen, auf der Autobahn drumrum war OK. Dann über die Öresundbrücke nach Schweden.

Die Brücke mit dem Wohnmobil zu fahren war schon sagenhaft. Erst geht es durch einen Tunnel. Dachte schon ich habe mich verfahren, aber der Tunnel geht zu einer kleinen Insel. Von dort aus geht es dann über die Öresundbrücke nach Schweden.

Alles ohne Probleme geklappt, hoffte ich das die Mautbox funktioniert. Ich stellte mich mal an bei den LKW. Nach dem ganzen Tamtam mit Aral war ich mir nicht ganz sicher. Aber perfekt, keine Wartezeit einfach durchfahren. Topp.

Öresundbrücke

Erster Platz in Schweden – ein Volltreffen

Von der Grenze aus ungefähr 45 Minuten Fahrzeit zum ersten ausgesuchten Platz. Hatte ja paar Plätze rausgesucht. Aber hier bleib ich erstmal. Direkt am See mitten in der Natur. Natürlich gleich mit Feuerstelle und Grillplatz. Die Hunde sind erstmal mit Anlauf in den See gesprungen. Beide hatten einen riesen Spass und ich die Arbeit mit sauber machen. Echt unfair….

Am Abend habe ich die Feuerstelle angeschürt und mit meinem Feuertopf einen leckeren Eintopf gezaubert. Drin waren Hühnchen, Speck, Zwiebel und mit Champignons und Bohnen, sowie Tomatenmark und mit vielen Kräutern verfeinert. Es war sehr lecker und vor allem sehr schön hier auf dem Feuer zu kochen.

Gegen Abend kamen dann noch 2 Camper. Super nett die 2 und wir haben noch lange am Feuer gesessen und geschnattert. Den Abend dann noch mit einem Glas Gin-Wildberry zum Abschluss gebracht.

Spät am Abend kam noch ein Auto und es waren Waldarbeiter die freundlich gegrüßte haben und die Mülleimer geleert hatten. Und die Toilette gesäubert haben. In Schweden stehen an solchen Plätzen immer Mülleimer und Toiletten. Diese wirklich sauber sind, hier liegt auch kein Müll rum oder ähnliches.

Als das Feuer abgebrannt war sind alle ins Bettchen gegangen. Ich habe noch getestet ob das mit Prime funktioniert und einen Film geschaut. Ja es funktioniert super.

Schweden mitten in der Natur

Als heute morgen die Nachbarn weiter gefahren sind. Sie haben ja nur 3 Wochen Urlaub, bin ich mit den Hunden eine größere Runde gelaufen und habe mit Piri weiter das abortieren geübt, was mittlerweile sehr gut klappt, wenn sich Colin der alte Halunke nicht immer einmischen würde. Der will ständig den Ball klauen. Aber ein Fuchs wie ich bin habe ich ja 2 Bälle geholt. Da Colin mittlerweile froh ist wenn er liegt hat er den einen Ball behalten können.

Beim Spaziergang habe ich am See viele weitere Feuerstellen und Grillplätze gefunden. Da der Weg dann aufhörte sind wir einfach Querfeldein weiter gelaufen. Also ich kann es nur empfehlen mit kurzer Hose durch ein riesen Brennnesselfeld zu laufen. Kleiner Tipp, wenn man die Luft anhält brennt es nicht. Allerdings war das Feld sehr groß und so lange konnte ich nicht ohne die saubere Waldluft aushalten. Nun ist nicht ganz klar ob es die Brennnesseln sind oder die Mücken die am Bein jucken.

Dann gab es erstmal ein reichliches Frühstück und ich habe mein Büro mal in den Wald verlegt. Ist schon interessant mitten im Wald zu sitzen und zu arbeiten. Dann sind 2 älter Herrschaften vorbei gekommen. Sie sprachen etwas deutsch und wir hielten einen Plausch. Sie sagten das es in Schweden völlig normal ist einfach an solchen Stellen zu stehen und zu übernachten. Wir unterhielten uns noch über LPG Gas weil ich das ja auch benötige. Er sagte das er immer Probleme hätte welches zu finden. Hab ich dann die APP MyLPG gezeigt und eine kleine Begeisterung ausgelöst.

Hier in Schweden habe ich bis jetzt die Erfahrung gemacht das alle freundlich sind und Grüßen. Auch die Forstarbeiter die da waren und hier was repariert haben, waren alle freundlich und nett.

Weiter mit dem Wohnmobil durch Schweden

Nach ein paar Tagen im Wald wollte ich und vor allem meine Solaranlage wieder mal ordentlich Sonne sehen. Wetter war schön gemeldet und so sind wir erst eine große Runde Gassi gegangen. Die Runde wurde dann größer als gedacht, da Piri wieder mal ausgebüchst ist. Diese kleine Furie. So hat sich gleich mal der GPS Tracker vom Fressnapf nützlich machen können und wir waren ihr schnell wieder auf der Spur. Also Colin und ich, denn der ist zu alt um zu jagen.

Nachdem alle wieder beisammen waren packten wir unsere sieben Sachen und fuhren weiter. Es geht Richtung Kalmar. Es sind gut 300 km bis dorthin. Eine schöne Küstenstadt. Ich habe 2 Plätze rausgesucht nach ca 200 km, was ja reicht an Fahrerei.

Es stand auch mal die Ver- und Entsorgung an im Wohnmobil. Also Frischwasser tanken und Grauwasser ablassen. Toilette brauch ich ja nicht machen, durch die Trockentoilette. An Tankstellen hatte ich kein Glück, in Schweden kann man oft an Tankstellen Wasser tanken. Aber hier gibt es überall Picknick Plätze, also was in Deutschland Raststätten sind. Diese gibt es in jeder Stadt oder an der Autobahn. Hier ist überall eine Toilette und Bänke. Sogar ein Anschluss für den Schlauch zu Wasser auffüllen im Wohnmobil.

Also in Schweden bisher kein Problem mit Wasser. Das Grauwasser also Abwasser kann man dort nicht ablassen. Aber es gibt überall Waschplätze für Autos. Dort kann man einfach sein Wasser in den Ablass geben. Es wird dort ja ordentlich aufbereitet. Auch habe ich gehört von anderen Campern, dass in Schweden man auch an den Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen Ver- und Entsorgen kann mit dem Wohnmobil. Aber dazu werde ich bestimmt noch mehr schreiben.

Auf dem Weg hatte ich noch an einem Supermarkt halt gemacht um mir mal das Sortiment anzuschauen und auch um Geld abzuheben. Hier ist wie in jedem Europäischen Land ein Automat am Supermarkt. Da ich Hunger hatte habe ich gleich mal ein Sandwich geholt.Ja die Preise hier sind höher als in Deutschland aber was ich so gesehen habe war es noch ok. Ich werde berichten wenn ich meinen ersten Einkauf gemacht habe. Noch bin ich ja voll aus Deutschland.

Der erste Platz war sehr schön aber in einem kleinen Dorf gelegen. Da der weitere Platz nur 10 km weiter war wollte ich mir den anschauen. Das war eine sehr gute Entscheidung, denn hier ist mal niemand. Wir stehen direkt am See, die Zufahrt war abenteuerlich und holprig, hat sich aber allemal gelohnt. Nachdem mir ein HolzLKW entgegen kam war ich mir ziemlich sicher das ich den Weg auch schaffe.

Hier verputze ich erstmal die Erdbeeren die ich an einem Stand mitgenommen habe, welche richtig lecker waren. Klar das Feld war neben dem Stand. Tanken war ich noch auf dem weg hierher. Der Diesel 2,50 €/Liter. Also keine Sorge in Deutschland, dass schafft ihr auch noch.

Dann erstmal den See checken und die Umgebung. Habt ihr schon mal schwedische Horrorfilme gesehen? Wo es so einen steilen Berg gibt der direkt zu einem See führt. So ähnlich sieht es hier aus. Zumindest am Ufer gegenüber. Ich rechne als stark damit das gegen Abend ein junges Mädel schreiend den Berg runter rennt und eine dunkle Gestalt mit Axt hinterher. Aber so wie die Schweden hier drauf sind grüßt er noch freundlich.

Ich habe mir dann schnell was aufgewärmt, hatte ich noch vom Geburtstag eingefroren. Es gab Mediterranen Gyrostopf. Super lecker mit toller Aussicht. Die VagEnt hat die Aussicht auch genossen. Komisch wenn es was zu essen gibt sind beide Hunde immer in der Nähe.

Da Schweden nicht nur das Land der 1000 Seen ist, sondern auch das Land der Millionen Stechmücken und ich am Tag vorher schon etwas verstochen wurde, habe ich wieder ein Feuer gemacht. Das hält diese ja bekanntlich ab. Die Beine habe ich mir dann trotzdem noch mit Antibrumm eingesprüht weil die Bister schon wieder das Buffett gewittert hatten. Aber hier gibt es um einiges weniger Schnacken wie am See zuvor. Vielleicht weil hier das Nahrungsangebot nicht so groß ist, ist ja keiner da.

Nachdem ich den Abend am Feuer verbracht habe wollten die Hunde nochmal raus. Als mitten in der Nacht beide das bellen anfingen und Piri gleich mal in den Busch gerannt ist, dachte ich schon das ich in erster Reihe sitzen kann beim Horrorfilm, von wegen ARD und ZDF. Aber war wohl nur ein Tier. Also sind wir dann alle ins Bettchen gegangen und haben eine ruhige Nacht gehabt.

Sonntag Morgen, erstmal was arbeiten. Ja das sind die Vorzüge eines Selbstständigen. Auch wenn jetzt manch einer sagt, was am Sonntag. Aber ich habe hier meine Ruhe und kann einiges wegarbeiten und mir dafür die Freiheit nehmen unter der Woche zum Beispiel Kalmar anzuschauen. Und mal ehrlich so macht arbeiten doch Spass. Zwischendrin mal Frühstücken, mit der leckeren selbstgerechten Leberwurst von Katha. Danke nochmal. Und dann mal schnell in den See hüpfen und eine Runde schwimmen.

Dann laufen wir noch eine große Runde damit die 2 Halunken etwas Bewegung haben. Noch Holz sammeln für heute Abend, nicht das wir frieren wenn kein Feuer an ist.

Wie es dann weiter geht, ob es nach Kalmar geht und Öland auch was weiterhin passiert erfahrt ihr dann nächste Woche.

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